BIOGRAPHIE

"...Die gesanglich wie darstellerisch glanzvollste Leistung des Abends aber kam von Tim Stolte als Méphistophélès. Er konnte seinem klangvollen, flexiblen Bass eine Vielzahl an Ausdrucksnuancen abverlangen und Verführungskünste ebenso souverän einsetzen wie schwärzeste Dämonie..."

(Zeitschrift Opernglas)

TIM STOLTE

erhielt bereits als Kind in seiner Heimatstadt Düsseldorf wichtige musikalische Impulse an der Deutschen Oper am Rhein. Sein Gesangsstudium sowie ein Klavierstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg u.a. bei Hanna Schwarz, sowie privat bei Carol Meyer-Bruetting und schloss sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Zusätzlich studierte er als Pianist in der Meisterklasse von Irwin Gage an der Hochschule für Musik Saar.

 

In den vergangenen Jahren konnte er bereits in mehreren Partien des Heldenbariton-Fachs erste Erfolge feiern:

als Dreieinigkeitsmoses in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Kurt Weill und Bertolt Brecht in der Regie von Brecht-Enkelin Johanna Schall am Volkstheater Rostock sowie als Alfred Ill in Gottfried von Einems „Der Besuch der alten Dame“ am Gerhart Hauptmann-Theater in Görlitz.

Am Staatstheater Cottbus gastierte er als Escamillo in „Carmen“. Im August 2017 gab er den Méphistophélès in Charles Gounods „Faust“ bei den 22. Wernigeröder Schlossfestspielen.

Sein Frankreich-Debüt gab er im März 2018 als Simone in Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ am Théatre National de Bretagne in Rennes.

Auch im Wagner-Fach konnte er bereits wichtige Partien vorbereiten, so engagierte ihn das Theater Lübeck im Frühjahr 2017 als Probencover für die Titelpartie im "Fliegenden Holländer".

Auch das Theater Chemnitz lud ihn als Cover für die Partie des Wotan im "Rheingold" sowie der "Walküre" im Frühjahr 2018 ein.

 

Seine ersten Bühnenerfahrungen nach dem Studium sammelte Tim Stolte als Ensemblemitglied an den Theatern in Neustrelitz und Görlitz, wo er bereits eine Vielzahl an Hauptrollen sang: z.B. Escamillo in „Carmen“, Eugen Onegin, Giorgio Germont in „La Traviata“, Il Conte Almaviva in Mozarts „Le Nozze di Figaro“, Dandini in G. Rossinis „La Cenerentola“, Herr Fluth in „Die lustigen Weiber von Windsor“, Dr. Falke in der „Fledermaus“ und Melchior Böhni in Zemlinskys „Kleider machen Leute“.

 

Er ist dem Theater Lübeck bereits seit mehreren Spielzeiten als ständiger Gast verbunden und arbeitete in seiner sängerischen Laufbahn mit Dirigenten wie David Parry, Christof Prick, Alessandro de Marchi, Patrick Lange, Dirk Kaftan, Robin Engelen, Moritz Gnann, Marc Piollet, Ekkehard Stier und Ryusuke Numajiri zusammen.

 

Neben seiner umfangreichen Operntätigkeit pflegt er auch ein breites Konzertrepertoire, das z.B. „Paulus“ und „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die 9. Symphonie von Ludwig v. Beethoven, G. Rossinis „Petite Messe solennelle“, G.F. Händels „Messiah“, diverse Bach-Kantaten und Orchesterlieder von Hugo Wolf umfasst.

 

Tim Stolte wurde im Jahr 2014 als einer von 16 Teilnehmern für den internationalen Lauritz-Melchior-Wettbewerb für Wagner-Stimmen nach Dänemark eingeladen.

Außerdem ist er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Hamburg, der Villa Musica Rheinland-Pfalz und der französischen Fondation Royaumont. Er ist Preisträger des Masefield-Studienpreises der Alfred-Toepfer-Stiftung, des Elise-Meyer-Wettbewerbs (1.Preis) sowie des Maritim-Wettbewerbs.

Meisterkurse bei Rudolf Piernay, Hilde Zadek und James Wagner rundeten seine Ausbildung ab.